Irina Kotova – Königliches Blut (mit Spoilern!)

 

Bisher habe ich hier auf der Seite immer nur Bücher vorgestellt, die man mit mehr oder weniger Aufwand im deutschen Buchhandel kaufen kann. Jetzt aber bin ich auf einen Romanzyklus gestoßen, über den ich unbedingt etwas schreiben muss, den es jedoch nur in der Originalsprache Russisch zu kaufen gibt. Ich hege die leise Hoffnung, dass die Buchreihe irgendwann den Weg in die westlichen Buchgefilde finden wird. Aber schwärmen darf ich schon mal, nicht wahr?
Den ersten Band kaufte ich mir schon vor fünf Jahren als eBook. Die Inhaltsangabe klang gut, aber ich las das Buch nicht sofort. Später entdeckte ich dann weitere Bände und bis heute kommen immer noch mehr dazu. Aus Sorge, den Überblick zu verlieren, fing ich mit dem Lesen gar nicht erst an. Das änderte sich im Dezember 2019, als ich spontan das erste eBook anklickte, um einfach mal „reinzuschnuppern“. Fünf Wochen und neun Bände später tauchte ich geplättet und high wieder in der realen Welt auf. Nur wenige Wochen später kaufte ich mir alle bis heute veröffentlichten Hörbücher und fing wieder von vorne an.
Es geht um Королевская кровь, zu Deutsch Königliches Blut der russischen Autorin Irina Kotova (Ирина Котова).

Irina Kotova hat eine Buchwelt erschaffen, die so echt scheint, als hätte sie selbst sie tausendfach bereist und erkundet. Es gibt so viele Details, so viele Hintergründe, dass man als Leser_in oft nur staunen kann. Als Weltenbauerin ist Kotova Weltklasse.
Die Handlung der Bücher spielt überwiegend auf der Welt Thura. Auf Thura gibt es Magie ebenso wie technischen Fortschritt. Es gibt Fluggeräte, die mit magischen Amuletten betrieben werden, Mobiltelefone, sogar Satelliten – aber keine Computer. Es gibt Elementargeister, Drachen, Wer-Wesen, außerirdische Invasoren (ja, wirklich!) und Götter. Es gibt den Dreieinigen Schöpfer und Erdölbohrungen. Kann ein solch bunter Mix überhaupt funktionieren? Und wie!

Bei der Buchreihe handelt es sich um Romantasy, also Romance + Fantasy. Die Romantik nimmt einen großen Teil der Geschichte ein. Wer jedoch glaubt, damit wäre über die Bücher schon alles gesagt, irrt gewaltig. Leider ist es so, dass, sobald eine Liebesgeschichte im Spiel ist, ein Buch für einen Teil der Fantasy-Leser_innen schlagartig uninteressant wird. Es wird ja eh bloß gekabbelt, gevögelt und geschmachtet. Wer so denkt und deshalb die Finger von dieser Buchreihe lässt, dem entgeht ein unglaubliches literarisches Feuerwerk. Königliches Blut ist so viel mehr als Romantasy!

Das hier wird ein längerer Text, denn auch die Bücher sind ziemlich umfangreich. Ich werde im Laufe der Rezension auf die folgenden Punkte eingehen:

  1. Die Handlung
  2. Die Welt Thura
  3. Die Götter
  4. Die Königshäuser
  5. Die Hauptfiguren
  6. Die Nebenfiguren
  7. Die Liebespaare
  8. Die Unterwelt Lortakh
  9. Der Krieg
  10. Kritik
  11. Lob
  12. Quo vadis, Königliches Blut?

Soweit erstmal ganz grob. Es könnte passieren, dass ich einige Punkte zusammenfasse, andere ziemlich ausführlich auseinandernehme.
Also, dann mal los!

 

1. Handlung

Vor sieben Jahren hat es im Land Rudlog (Рудлог) einen Umsturz gegeben, bei dem Königin Irina-Johanna (Ирина-Иоанна) starb. Ihre sechs Töchter sowie der Prinzgemahl verschwanden spurlos. Die Folgen des Verschwindens der königlichen Familie waren damals niemandem klar. Jetzt beginnt die Magie zu schwinden. Die Erde bebt immer öfter und stärker. Ein Berg splittert auseinander und entlässt Hunderte Drachen in die Welt. Mit einem Wort: Rudlog steht am Rande der Zerstörung.
Die Lösung ist schnell gefunden – die Thronfolgerin muss her.
Mit der Suche nach der verschwundenen Königsfamilie wird der beste Geheimagent Rudlogs betraut, Luke Cambridge (Люк Кембрич) .

Der erste Band beginnt damit, dass die Krankenschwester Marina, die mit ihren drei Schwestern unterwegs ist, kein Geld fürs Benzin hat. In der Hoffnung an ein paar Münzen zu kommen, bieten die Schwestern einem Passanten an, ihn nach Hause zu fahren. Dieser Passant ist niemand anderer als Luke Cambrigde.
Luke folgt der Spur der Prinzessinnen, wobei er nicht besonders zimperlich vorgeht. Die Rädchen geraten in Bewegung und schon bald muss muss sich Kronprinzessin Angelina-Johanna (Ангелина-Иоанна) entscheiden, ob sie auf den Thron zurückkehren will.
Doch ab hier läuft nichts mehr nach Plan.
Die rudlogische Königskrone wählt die/den Monarchin/Monarchen selbst – und sie wählt nicht Angelina, sondern deren jüngere Schwester Vassilina (Василина).
Soweit die Handlung des ersten Bandes. Das erste Buch hat gut 600 Seiten und jede einzelne dieser Seiten hat es in sich. Es ist spannend bis zum Gehtnichtmehr. Und genauso geht es weiter: Die Kräfte, die Rudlog untergehen sehen wollen, sind nämlich immer noch da und geben nicht so einfach auf. Es gibt Verschwörungen, Intrigen, Kämpfe aller Art, jede Menge Liebe, Attentate, feindselige fremde Götter. Mittendrin sechs Prinzessinnen.

Bisher sind 10 Bände erschienen. Der 11. ist in Arbeit, und vermutlich wird es noch einen weiteren geben. Auch wenn ich mir wünsche, endlich alle Fäden verknüpft zu sehen, so hoffe ich doch, dass es auch noch einen Band 15 oder 20 gibt. Die Reihe ist erstklassig geschrieben und braucht sich nicht hinter den ganz großen Reihen wie z. B. Game of Thrones zu verstecken. Ja, es sind Liebesromane. Ja, es gibt die „gewissen Szenen“. Ja, es findet jedes Töpfchen sein Deckelchen. Ja, die Romantik nimmt einen nennenswerten Teil der Handlung ein. Ja, es gibt Klischees satt. DAS IST EGAL! Weil zum einen Liebesromane die gleiche Daseinsberechtigung haben wie Krimis oder historische Romane, und zum anderen der Rest alles wieder wettmacht, sofern es hier überhaupt etwas wettzumachen gibt.

Die neun bisher von mir gelesenen Bände erzählen die Geschichten von Annäherungen, Verschwörungen, Vergangenheitsbewältigungen, dunklem Erbe etc. Jeder Band enthält eine in sich halbwegs abgeschlossene Geschichte. Jedoch finden alle diese Geschichten vor einer geradezu epischen Hintergrundhandlung statt. Beide Erzählebenen – Vordergrund und Hintergrund – sind mal mehr mal weniger gleich gewichtet. Einen Band zu lesen, ohne den Vorgänger zu kennen ist nicht drin. Im Grunde ist es ein einziger Riesenroman, in den kleinere Geschichten eingestreut worden sind.

Die Bände:

1. Die gefallene Krone (Сорванный венец)
Hier werden die Figuren in Stellung gebracht, die Vorgeschichte erzählt. Hauptsächlich geht es um die Suche nach der verschwundenen königlichen Familie und die Ereignisse, die zum Sturz der Krone führten. Als besondere Leckerbissen empfinde ich hier die Verleumdungen der Königin durch die gekauften Medien, die zu einem Aufstand führen. Die sind so realistisch beschrieben, dass man sie einfach glauben muss. Auf die gleiche Weise könnten auch in unserer Welt ganze Regierungen gestürzt werden. Und natürlich bahnt sich hier eine Liebesgeschichte an, nämlich die der dritten Prinzessin Marina-Johanna und Luke Cambridge. Marina ist die einzige Ich-Erzählerin der Romane. Vielleicht sticht ihre Geschichte deshalb so hervor. Aber ob nun aus diesem Grund oder einem anderen – die Leidenschaft, das Prickeln, das Umkreisen der beiden sind einfach unwiderstehlich.

2. Die verborgene Flamme (Скрытое пламя)
Die vierte Prinzessin Paulina-Johanna schlägt sich als Diebin durch. In diesem Band ist sie im Nachbarland Bermont unterwegs und hat von der Rückkehr der Familie auf den Thron noch nichts mitbekommen. Sie hat den Auftrag, ein Kronjuwel zu stehlen. Dabei wird sie vom König selbst erwischt und muss fliehen.

3. Der verfluchte Thron (Проклятый трон)
Der Titel ist Programm. Mit fast jeder Prinzessin geschieht in diesem Band etwas. Die Studentin Alina legt sich mit ihrem Professor an. Marina will wieder arbeiten gehen. Königin Vassilina entgeht nur knapp einem Attentat. Angelina ist ein unfreiwilliger Gast bei den Drachen. Paulina erkundet die Tunnel unter dem Palast und muss prompt von ihrem Verlobten gerettet werden.

4. Verbundene Schicksale (Связанные судьбы)
Angelina lehnt die Heiratsanträge des Drachenherrschers Norii einen nach dem anderen ab. Sie möchte nach Hause zu ihren Schwestern, denn sie fühlt sich für sie verantwortlich. Unterdessen wird Luke Cambridge des Landes verwiesen, weil er den Bogen überspannt und die Königin beleidigt hat. Er kehrt in sein Heimatland Inlandien zurück, wo vor einiger Zeit mehrere Angehörigen der Königsfamilie Unfällen zum Opfer gefallen sind. Luke fühlt sich in seinem Element und nimmt die Ermittlungen auf. Zwischendurch trifft er sich heimlich mit Marina.

5. Bärenherz* (Медвежье солнце)
Paulina Rudlog heiratet den König des Nachbarlandes Bermont. Doch die traditionellen Kämpfe, bei denen der König gegen jeden Herausforderer antritt, der gegen ihn bestehen zu können glaubt, gehen fürchterlich schief. König Demian Bermont wird vergiftet und mit der Tollwut infiziert. Diese Krankheit ist bekanntlich tödlich. Paulina muss über Nacht erwachsen werden. Die Klans von Bermont wollen einen neuen König wählen. Doch noch ist Demian nicht tot. Mit Hilfe des Drachenherrschers Norii gelingt es Paulina, ihren Demian ins Leben zurückzuholen. Doch der Preis ist sehr hoch.
(* eigentlich „Bärensonne“ oder „Die Sonne des Bären“, aber „Bärenherz“ finde ich wesentlich treffender)

6. Das dunkle Erbe (Темное наследие)
Die Verschwörer haben das Kronjuwel der Bermonts sowie Paulina Rudlogs Blut in die Finger bekommen und wollen nun ein Portal öffnen, um ihren Gott in de Welt zurückzuholen. Doch Paulinas Blut ist nicht genug, mehr muss her. Sie stellen Marina eine Falle. Unterdessen hat Angelina, die Eisprinzessin, Liebeskummer.

7. Feuerpfade (Огненный путь)
Angelina kehrt auf Umwegen ins Land der Drachen zurück. Diesmal, um zu bleiben. Hier fand ich besonders schön, wie ihre Überlegungen aufgerollt werden. Sie wurde geboren, um zu herrschen. Als die Königskrone Vassilina zur Königin wählte, wurde Angelinas Bestimmung in Frage gestellt. In diesem Band akzeptiert sie ihre neue Bestimmung, nämlich die Sandlande als Königin zur neuen Blüte zu führen. Meine zweitliebste Figur (nach Marina) – Alina – macht die unangenehme Bekanntschaft mit der Unterwelt Lortakh. Alinas Uni-Professor Maximilian Trott stellt sich als das heraus, was man in Rudlog als Dämon bezeichnet. Er ist jedoch der einzige, der Alina retten kann. (Und ab hier ist die Spannung kaum mehr auszuhalten!)

8. Zersplitterte Welt (Расколотый мир)
Die Insektengötter von Lortakh haben statische Portale nach Thura geöffnet und fast alle Länder Thuras in einen blutigen Krieg gestürzt. Während Marina Luke heiratet und ihn noch mehr hasst als im ersten Band, Paulina zeitweise zu sich kommt, Vassilina mit ihrem Urahn hadert, irrt Alina durch die feindliche Welt der Rieseninsekten. Professor Trott eilt zu ihrer Rettung, und die Flucht der beiden vor ihren Häschern ist schlicht atemberaubend. Auf Thura ist Luke Darmonshire, vormals Cambridge, nach dem Tod seines Königs der einzige, der die fremden Invasoren aufhalten kann. Oder?

9. Bittere Asche (Горький пепел)
Alina und Max erreichen die sichere Siedlung der Geflügelten auf Lortakh. Doch ihre Reise geht bald weiter. Max will sie zum Dunklen Gott bringen, der vor Jahrtausenden auf Lortakh gestrandet ist. In der Oberwelt Thura gehen die Kämpfe weiter. Vassilina taucht endlich wieder auf und kann ein weiteres Dimensionstor schließen. Die jüngste Rudlog-Prinzessin Karolina begegnet in den Sandlanden dem Thronerben des Gelben Imperators. Und – EINE DER HAUPTFIGUREN STIRBT! Ja. Ich saß minutenlang vor dem Reader, unfähig, weiterzublättern. Wehe, wenn diese Figur in Band 10 nicht wieder aufersteht!

10. Stählerne Himmel (Стальные небеса)
Dieser Band ist erst vor wenigen Tagen erschienen, ich habe ihn noch nicht gelesen.

Soweit die Handlung der Bücher. Im Hintergrund laufen natürlich die ganz großen Sachen ab. Dunkle Magier tun sich zusammen, um ihren Gott zu befreien. Dafür gehen sie über Leichen, vor allem über königliche Leichen.

 

Band 1 *** Das Cover zeigt die Königliche Familie Rudlog: Paulina, Kronprinzessin Angelina, Prinzgemahl Svyatoslav, Vassilina, Marina, Alina und Königin Irina-Johanna mit der jüngsten Tochter Karolina ***

2. Die Welt Thura

Erst ein wenig Geographie. Der Planet Thura, auf dem der Großteil der Handlung der Reihe spielt, hat drei Kontinente: Rika, Manesien und Thuna. Rika ist in Königreiche unterteilt, um die es in den Büchern geht. Manesien wird kaum erwähnt, dort herrschen Emire in ihren Emiraten. Thuna ist ein geologisch zu aktiver Kontinent, als dass dort jemand leben könnte. Und doch ist er für die Handlung wichtig. Denn genau dort begann alles. Näheres dazu im nächsten Abschnitt.
Vorne in den Büchern gibt es Karten. Darauf kann man die Größe von Rika erkennen. Dieser Kontinent ist so riesig, dass er alle Klimazonen umfasst. Das Größte Land auf Rika ist Rudlog, aus dem unsere sechs Prinzessinnen stammen. Beim Lesen oder Hören der Bücher ist es sehr spannend, die Karten zu betrachten, um zu sehen, wo gerade wer ist.

Die einzelnen Länder/Königreiche erinnern stark an Länder unserer eigenen Welt. Rudlog, z. B. könnte ein osteuropäisches Land sein, möglicherweise Russland, aus dem die Autorin Kotova stammt. Es ist das einzige Land, in dem die Menschen Patronyme haben. Inlandien und Blackorien sind eindeutig Westeuropa zuzuordnen. Das Inselkönigreich Mal-Serena ist ohne Zweifel von Griechenland inspiriert worden. Bermont, wo die Bärenmenschen leben, hat Nordeuropa als Paten. Yellowine steht für China, und Tiduss (das in den Büchern nur als Herkunftsland des Sicherheitschefs eine Rolle spielt) ist sehr indisch. Die Sandlande haben einen mittelasiatischen Einschlag.
Wie weiter oben schon erwähnt, gehen Magie und Technologie auf Thura Hand in Hand. Es gibt Mobiltelefone, die fast genauso funktionieren wie ein gemeines Samsung, doch laufen sie mit Magie. Es gibt Hubschrauber – soweit ich das gelesen habe, ohne Rotoren. Auch sie brauchen magische Artefakte, um abzuheben. Die Autos fahren mit Benzin, es gibt also eine Erdölindustrie. Computer dagegen kennt Thura nicht. Alle Akten werden noch per Hand geführt. Satelliten und Funkmasten gibt es, doch sicher sind auch die halbmagisch.
Als nach dem Tod der Königin von Rudlog und der Vertreibung der königlichen Familie die Magie zu schwinden beginnt, befürchten die Magier und Minister, dass das Gleichgewicht von Magie und Technologie nachhaltig gestört sein könnte. Die Technologie würde sich auch ohne Magie weiter entwickeln, doch ihre Haltbarkeit bzw. Nutzbarkeit wäre ohne magische Unterstützung verringert. Ich fand beim Lesen genau diese Harmonie zwischen Magie und Technik unglaublich faszinierend.

Die Magie ist auf Thura nicht allmächtig. Sie stößt beispielsweise im Gebirge an ihre Grenzen. Ein Magier kann nur unter großen Schwierigkeiten, wenn denn überhaupt, ein Portal im Gebirge öffnen.
Überhaupt – Magie! Es wird nicht einfach ein Zauberstab geschwungen und Abrakadabra oder Avada Kedavra gerufen. Die Magie auf Thura kommt u. a. aus den vier Elementen Wasser, Feuer, Luft und Erde. In der Magischen Universität, die Prinzessin Alina besucht, lernen die Studenten diese Elemente zu nutzen. Das geschieht mithilfe von komplizierten Formeln und Fingerübungen.
Es gibt nicht nur eine Art der Magie, sondern zwei. Die Magie der Königlichen Familien (daher der Name der Reihe), die äußerst mächtig, jedoch nur eng gefasst ist, und die „normale“ Magie, die Sachen schweben lassen kann usw.

Während Thuna vor Vulkanausbrüchen nur so gebeutelt wird, ist es auf Rika verhältnismäßig ruhig. Es gibt stets erntefreundliches Wetter, so gut wie keine Erdbeben, keine aktiven Vulkane. Auch das hängt mit der Magie zusammen. Nämlich mit der Magie des Königlichen Blutes. Die Königinnen und Könige von Thura halten ihre Welt im Gleichgewicht. Warum das so ist erzähle ich im nächsten Abschnitt.

Band 2 zeigt auf dem Cover Prinzessin Paulina mit ihrem Wer-Bären, dem König von Bermont

3. Götter

Einst schuf der Dreieinige Schöpfer die Welt Thura. Dreieinig ist er, weil er gleichzeitig in der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft existiert.
Er schuf noch viele andere Welten, doch er überließ sie nicht sich selbst. Er formte aus 6 Elementen seine Kinder, Entitäten, die auf Thura und deren Bewohner aufpassen sollten. Diese Elemente waren: Erde, Wasser, Luft, Feuer, Tod, Gedanke.
Diese manifestierten sich in mächtigen Wesenheiten, die fortan, während der Dreieinige unterwegs war, ihrer Kraft freien Lauf ließen. Sie spielten mit den Menschen, mit der Natur, sie veränderten, schufen und vernichteten, mit einem Wort, sie waren Chaos hoch sechs.
Doch irgendwann schaute der Dreieinige zurück und entdeckte, was seine Sprösslinge trieben. Zur Strafe sollten die sechs Götter eine Zeitlang als Menschen leben. Sie durften Thura künftig nur mit den Händen der Menschen verändern. Sie durften sich so gut wie nicht mehr einmischen. Tun sie es trotzdem, wird jede Einmischung zu einem Tropfen, die eine Schale füllt. Ist die Schale voll, muss die betreffende Entität eine oder mehrere Generationen in einem menschlichen Körper verbringen. Aber nicht in einem gesunden und kräftigen, sondern in dem Körper eines kranken, missgestalteten Menschen.

Die Sechs sind fünf Männer und eine Frau, zumindest sehen sie sich so. Sie sind gleichzeitig Geschwister und Liebende, doch zugleich auch nichts davon, denn diese Begriffe sind menschlich und können nicht auf die Kinder des Dreieinigen angewendet werden.

Michail (Erde/Wachstum, Gestalt: Bär, Land: Bermont)
Inlius (Luft/Geist, Gestalt: geflügelter Lindwurm, Land: Inlandien)
Serena (Wasser/Liebe, Gestalt: Möwe, Land: die Insel Mal-Serena)
Shi (Gedanke/Wissen, Gestalt: Tiger, Land: Yellowine)
Corwin (Tod/Chaos, Gestalt: Rabe, Land: Blackorien)
Johann (Feuer/Kampf, Gestalt: viele, weil Feuer vielgestaltig ist, meist aber ein Feuerfalke, Land: Rudlog)

In ihrem ersten erzwungenen Leben unter den Menschen auf Thura zeugten die Götter Kinder, die später die Könige und Königinnen wurden. Die Dynastien existieren bis zum heutigen Zeitpunkt, an dem die Geschichte spielt. Bis auf Corwin, denn die Dynastie der Könige Göttenhold von Blackorien ist untergegangen. Dort regiert jetzt eine aus Inlandien stammende Familie.

Warum ist Corwins Dynastie untergegangen?
Einst wollte der Feuergott Johann seine Schwester/Frau nicht mit Corwin teilen. Serena, die Göttin der Liebe, ist jahreszeitenbedingt mit jedem ihrer Brüder/Ehemänner zusammen. Die Götter sind eifersüchtig, nur können einige besser damit umgehen als andere. Zwischen Corwin und Johann entbrannte ein heftiger Kampf auf dem Kontinent Thuna, der damit endete, dass Corwin sich das Herz herausschnitt, es zu Serenas Füßen warf, ein Portal in die Unterwelt Lortakh schnitt und sich hineinstürzte. Johann, noch erhitzt vom Kampf, schloss das Portal und befahl, dass keiner der Götter Corwin zurückholen sollte. Ein göttliches Wort ist in die Ewigkeit gemeißelt, so dass es für Corwin keinen Weg zurück mehr gab, denn der Befehl galt auch für ihn. Er durfte nicht mehr aus eigener Kraft zurückkehren. Serena fügte zum Glück noch eine Einschränkung hinzu. So durfte Corwin mit Hilfe der Menschen wieder nach Thura kommen.

Genau darum dreht sich die gesamte Hintergrundhandlung der Reihe. Mächtige Magier versuchen, Corwin aus Lortakh zu befreien. Denn Corwin ist der Tod. Ohne ihn ist der Tod auf Thura nicht endgültig. Ein bestatteter Organismus, ob Mensch oder Tier, kehrt als gefräßiges Monster zurück und tötet alles auf seinem Weg. Diese Untoten zu bekämpfen, fordert sehr viele Ressourcen der Königreiche. Zugleich wird die Magie schwächer.
Um die Grenze zwischen Thura und Lortakh für den Gott durchlässig zu machen, müssen die Königshäuser ausgelöscht werden, denn sie halten Thura im Gleichgewicht. Leider gestatten die Handlungen der Magier den fremden Göttern von Lortakh samt ihren Invasionsarmeen nach Thura durchzubrechen.

Insgesamt ist das Götterpantheon von Thura wirklich toll gemacht. Irina Kotova hat sich viele Gedanken gemacht und ihre Götterwelt schlüssig gestaltet.

 

Band 3 zeigt das neue Königliche Paar von Rudlog auf einem Ball: Königin Vassilina und Prinzgemahl Marian Baideck


4. Die Königshäuser

Wie im vorangegangenen Abschnitt bereits erwähnt, stammen die königlichen Linien direkt von den thurinischen Göttern ab. Von ihren Vorfahren haben die Mitglieder der königlichen Familien magische Fähigkeiten geerbt, die mit jeder Generation schwächer werden. Die Magie unterscheidet sich von der klassischen Magie, die auf Thura in entsprechenden Bildungseinrichtungen gelehrt wird.

Die Nachfahren des Feuergottes Johann z. B. können sich für kurze Zeit in Tiere verwandeln. Sie können außerdem Gedanken manipulieren und Feuer kontrollieren.

Die Könige von Bermont können sich in Bären verwandeln und Erde wie Stein beeinflussen.

Die Herrscher von Inlandien befehlen den Luftströmungen und sind mächtige Gedankenleser. Wenn es sein muss, verwandeln sie sich in geflügelte Lindwürmer.

Da Blackorien inzwischen auch von den Nachfahren Inlius‘ regiert wird, haben die Könige dort dieselben Fähigkeiten.

Shi hat seinen Kindern die Fähigkeit vererbt, zum Tiger zu werden (buchstäblich). Sie können außerdem starke Emotionen anderer Personen oder Gruppen dämpfen. Große magische Konferenzen finden daher mit Vorliebe in Yellowine statt, weil Streithähne so keine magischen Katastrophen verursachen können.

Als Göttin hat Serena ihren Töchtern die Fähigkeit vererbt, Wassermassen zu kontrollieren. Sie können zudem bei Bedarf zu Möwen werden. Die Serenitinnen haben zu allem Überfluss auch noch eine übernatürliche Anziehungskraft.

Corwin ist nicht umsonst der Gott des Todes. Dort, wo seine Nachfahren sind, regiert das Chaos. Das sind die dunklen Magier, vor denen ganz Thura zittert. Die Dunklen können sich nicht mehr verwandeln (früher einmal offenbar schon, nämlich in Raben). Da Corwin nicht mehr auf Thura ist, werden die Seelen seiner fernen Nachfahren nicht selten entzweigerissen. Die menschliche Hälfte bleibt auf Thura, die andere, geflügelte, landet auf Lortakh, in der Unterwelt. Die Dunklen sind eine Art Energievampire und damit extrem gefährlich. Diese Gabe kann viele Generationen schlummern, um dann um so heftiger in einer Person zu erwachen. Kontrollieren können sie diesen Zustand nicht. Nur an wenigen Orten, z. B. in den Kirchen des Dreieinigen, kann der Hunger nach fremder Lebensenergie kontrolliert werden.
Ich verrate hier, dass zwei meiner liebsten Figuren Dunkle sind. Dazu später mehr.

Wie weiter oben schon geschrieben, halten die königlichen Familien von Thura ihre Welt im Gleichgewicht. Fallen sie, verschwindet die Magie und häufen sich Naturkatastrophen.

 

Band 4 – Marina Rudlog und Luke Darmonshire bei einem Stelldichein

5. Die Hauptfiguren

Die Reihe enthält eine nahezu unüberschaubare Anzahl der Figuren. Fast jede, die auftaucht, hat eine eigene Geschichte, trägt zur Handlung bei und beeinflusst die anderen Charaktere. Manche Nebenfiguren können glatt als Hauptfiguren durchgehen, soviel Gewicht wird ihnen beigemessen.
Beispiele:
Igor Strelkowskiy, der ehemalige Sicherheitschef von Königin Irina-Johanna. Er spielt in einer Menge Kapitel die Hauptrolle, ist aber „bloß“ eine Nebenfigur.
Karolina, die jüngste Schwester, ist definitiv eine der Hauptfiguren, aber ihre Figur wird der/m geneigten Leser/in erst im 9 Band näher vorgestellt.

Zu den Hauptfiguren zählen natürlich die sechs Prinzessinnen des Hauses Rudlog: Angelina, Vassilina, Marina, Paulina, Alina und Karolina. Ihre Love Interests Luke Darmonshire, Maximilian Trott, Norii Vallerudian etc. würde ich auch dazuzählen, jedoch nicht Marian Baideck, den Prinzgemahl, und Demian Bermont (letzteren mag ich einfach nicht, deshalb steht er für mich in der hintersten Reihe).
Ebenfalls dazu zählen würde ich den Werdrachen Cheteri. Er ist der Meister der Klingen, der älteste seiner Art. Er unterrichtet Trott in der Kampfkunst und hat Kontakt zu gekrönten Häuptern wie Hippotalia von Mal-Serena und dem Gelben Imperator, zudem erweist er sich als würdig, ein zweiter Drachenherrscher zu werden. Außerdem sind die Kapitel mit ihm meist sehr unterhaltsam und ich will ihn einfach als eine der Hauptfiguren sehen.

Die Aufteilung ist also eher subjektiv.

Sehr schöne Wappen!

6. Die Nebenfiguren

Hier wird es tatsächlich interessant. Denn, wie erwähnt, es gibt Figuren noch und nöcher.
Es kommen vor: Magier, Schüler, Steingeister, Freund*innen der Hauptfiguren, Götter – usw. usf.

Zu den wichtigsten Nebenfiguren der Reihe zählen natürlich die vier Magier, genauer gesagt, drei, denn Trott habe ich ja schon zur Hauptfigur erklärt. Es sind vier Freunde, schon alle recht alt (um die 70), jedoch sehr jung geblieben (buchstäblich). Alexander Sviderskiy, Rektor der Magischen Universität von Rudlog, Victoria Lyskova, Hofmagierin der Inlanderkönige, und Martin von Syedentent, Hofmagier in Blackorien und Rektor der dortigen Universität. Die Magier haben eine gemeinsame Vergangenheit, verhalten sich manchmal wie Teenager und halten zusammen, egal, was kommt. Sie recherchieren über das Schwinden der Magie auf Thura und suchen nach Lösungen. Dabei verlieben sich natürlich, es ist ja Romantasy.
Alinas Freunde von der MagUnviersität stehen ihr bei, wenn sie mal wieder in Schwierigkeiten gerät. Dmitro Polana hat dabei nicht viel Platz in der Geschichte, aber Matvey Sitnikov wird als Charakter genauer vorgestellt.
Milo Tandagi ist der allwissende Chef des königlichen Sicherheitsdienstes. Er ist ein guter Freund von Luke Darmonshire und Marian Baideck, und Marina Rudlog bezeichnet ihn gerne als Krokodil.
Die Herzdamen von Strelkovskiy und den Drachen – Ludgina, Svetlana und Taissia – haben zwar einiges an Text in den Büchern, sind aber im Grunde nicht relevant. Svetlana und Taissia wurden wohl nur erdacht, damit niemand, wirklich niemand, leer ausgeht, wenn es um die große Liebe geht.
Die Steingeister der MagUniversität sind zwei geschwätzige Geschöpfe, die einen Narren an Alina gefressen haben. Ihre Textstellen sind meist ein paar Lacher wert.
Die Götter habe ich ja schon weiter oben vorgestellt. So wichtig sie für die Handlung auch sind, mehr als kleine Auftritte haben sie nicht – also ab in die Nebenfigurenecke mit ihnen.

 

Die ersten vier Bände als Geschenkausgaben.

7. Die Liebespaare

Da es sich bei dieser Reihe in erster Linie um Liebesromane handelt, gibt es Pärchen noch und nöcher. Wirf einen Stein und du triffst ein paar Turteltäubchen. In etwa.
Aber romantische Literatur hat ein Recht darauf, so viele Liebende in Bücher zu packen, wie sie mag.

Ich beginne mit den wichtigsten Figuren, den Prinzessinnen Rudlog. Jede von ihnen findet im Laufe der ersten neun Bände einen Mann, sogar die Jüngste, Karolina, die noch ein Teenager ist.

Die älteste Prinzessin, ehemals Thronfolgerin, Angelina lernt auf eher unkonventionelle Weise den Werdrachen Norii kennen. Unkonventionell für sie, versteht sich. Denn der Werdrache kidnappt sie, ganz so, wie Drachen das im Genre Fantasy nun einmal tun. Wozu sind sie denn sonst gut? Norii ist der Herrscher der Sandlande und braucht Angelinas Magie, um sein Land wieder fruchtbar zu machen. Ihrer Magie kann er sich nur als ihr Ehemann bedienen. Angelina gibt ihm einen Korb, nutzt dann aber später doch die Chance, die zu werden, die sie zu sein bestimmt war, eine Königin. Und natürlich hat sie sich bis dahin längst in den gutaussehenden Norii verliebt.
Die Liebesgeschichte der beiden ist spannend und man fiebert die ganze Zeit mit ihnen mit.

Die zweitgeborene Prinzessin Vassilina lernt ihren zukünftigen Mann als ganz junges Mädchen kennen, als sie auf Geheiß ihrer Königinmutter eine Inspektionsreise zu einem entfernten Fort macht. Marian Baideck ist ein schneidiger Offizier und Vassilina verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Er bittet die Königin sogar um die Hand der Prinzessin, wird aber sehr diplomatisch abgewiesen. Vassilina versucht jahrelang, ihn wiederzusehen, doch es klappt nicht. Als die Schwestern vor dem Dämon fliehen müssen, der ihre Mutter getötet hat, nimmt Marian sie bei sich auf und versteckt sie. Vassilina und er kommen sich wieder näher und heiraten nur wenige Wochen später.
Diese Liebesgeschichte ist ohne große Überraschungen und so unglaublich süß, dass sie einem die Leser/inneneingeweide verklebt.

Marina, die dritte Rudlogprinzessin, ist die einzige Ich-Erzählerin der Bücher und somit diejenige Figur, in dessen Kopf man am besten blicken kann. Sie ist auch eine der interessantesten Figuren. Sie ist wild, unabhängig, leidenschaftlich, oft völlig verrückt, unglaublich lebendig. Ihr Love Interest ist Luke Cambridge, später Darmonshire, der ihr in sehr vielen Dingen in nichts nachsteht und sie sogar noch übertrifft. Dieses Paar umkreist einander, weicht zurück, findet zusammen – allen Widrigkeiten zum Trotz.
Die Liebesgeschichte von Marina und Luke ist eine, die einen sofort und unwiederbringlich packt und nicht mehr loslässt.

Prinzessin Nummer 4, Paulina, und ihr Demian kennen sich schon viele Jahre. Paulina hat schon als Kind verkündet, sie werde ihn mal heiraten. Als sie als Diebin in sein Schlafzimmer einbricht, entflammen sie beide wieder für einander. Für ihren Demian trotzt Paulina allen Gefahren und setzt sogar ihr Leben aufs Spiel.
Liebesgeschichte: Hat mich nicht besonders berührt. Spannung ist reichlich vorhanden, aber da ich Demian nicht sonderlich mag und ihn seit der Hochzeitsnachtszene sogar ablehne, wünsche ich Paulina einfach einen anderen Kerl. So.

Die fünfte Prinzessin, Alina, hat sich den interessantesten Mann im Buch angelacht. Sie ist gerade 17, er über 70 (aber buchstäblich junggeblieben). Mehrere Bände geht es nur um ihre Zusammenstöße in der Universität, denn Maximilian Trott ist Alinas grantiger misogyner Professor. Manchmal wird pro Kapitel nur ein Satz eingeworfen, der zeigt, dass Max sie durchaus bemerkt hat und sie ihm längst nicht mehr egal ist. Sehr subtil, außerordentlich spannend. Alina ist eine hervorragend gezeichnete Figur, sie ist wissbegierig, fleißig und stur wie ein Maultier. Als es sie in die Welt Lortakh verschlägt, eilt Max zu ihrer Rettung und hier kommen die beiden sich immer näher. Ihnen fällt die mörderisch gefährliche Aufgabe zu, den Totengott Corvin nach Thura zurückzubringen. Solche Gefahren schweißen natürlich zusammen.
Liebesgeschichte: Bis auf einen einzigen Kritikpunkt (mehr in Teil 10, Kritik) im positiven Sinne nervenaufreibend – superb.

Karolina, die jüngste Rudlog, ist im 9. Band 13 Jahre alt. Also eigentlich noch viel zu jung für irgendwelche Liebschaften. Dennoch werden die Weichen gestellt für eine spätere (ich hoffe SEHR viel spätere!) Liebesgeschichte zwischen ihr und dem Enkel des Gelben Imperators, Wei Shi. Wei weilt als Lehrling am Hof von Cheteri, dem Drachenkrieger, und hält die Prinzessin für eine nervige Bürgerliche. Sie glaubt, er sei ein Diener. Ich bin auf beider Gesichter gespannt, wenn sie dahinterkommen, mit wem sie sich die ganze Zeit gezankt haben.
Liebesgeschichte: Das wird spannend! Aber die beiden sollen – bitte! – etwas damit warten.

Die Nebenfiguren finden im Laufe der Geschichte alle ihre zweite Hälfte.
Igor Strelkovskiy, der ehemalige Sicherheitschef der Königin Irina-Johanna, geht eine Beziehung mit seiner Untergebenen ein. Ludgina ist seit Jahren heimlich in ihn verliebt, es ist ihr egal, dass er immer noch um die ermordete Königin trauert.
Cheteri und Svetlana haben einen One Night Stand, aus dem dann mehr wird.
Max‘ Freunde Alexander, Martin und Victoria finden ihre Deckelchen.
Marinas beste Freundin, König Demians bester Freund und selbst Luke Darmonshires Mutter verlieben sind, wenn es auch nicht für alle von Dauer ist.

Alle Paare zu beschreiben, auch nur zu erwähnen, würde diesen Post sprengen. Man bekommt aber schon eine gute Vorstellung von der Anzahl der Beziehungen in der Buchreihe.

 

Die Romane erscheinen im russischen Verlag AST in der Fantasy-Reihe „Andere Welten“. Die weiter oben abgebildeten Geschenkausgaben werden von einem anderen Verlag veröffentlicht.

8. Die Unterwelt Lortakh

Lortakh (Лортах) ist eine Welt, in die sich der Totengott Corwin selbst verbannt hat. Es war eine impulsive Handlung, die nicht mehr rückgängig gemacht werden konnte, so dass Corwin nun dort festsitzt. Die Magie von Lortakh ist ihm fremd, und mit der Zeit wird sein Einflussbereich immer kleiner.
Alle Nachkommen der Thurinischen Götter haben zwei Gestalten: die menschliche und die tierische. Letztere ist beim jeweiligen Nachkommen immer die, die am ehesten seinem Gott/seiner Göttin entspricht. So hat beispielsweise das Königsgeschlecht von Bermont, die Nachkommen von Michail/Erde/Wachstum die magische Gestalt eines Bären.
Die Corwin-Kinder erbten die Rabengestalt. Da Corwin aber nicht mehr auf Thura weilt, wird die Seele der männlichen Nachkommen entzweigerissen und der magische geflügelte Teil manifestiert sich auf Lortakh, in der Nähe des Gottes.
Die Geflügelten haben einige Siedlungen gegründet und müssen sich gegen die einheimischen Fürsten und Krieger und Götter behaupten.

Etwa in der Mitte der Reihe erfährt man, dass Maximilian Trott, der wortkarge Professor von Alina Rudlog, einer dieser Geflügelten ist. Als es Alina nach Lortakh verschlägt, folgt er ihr, und auf diese Weise eröffnet die Autorin ihrer Leserschaft eine zweite faszinierende Welt.
Nein, toll ist Lortakh nicht. Es ist eine Welt der Rieseninsekten, und die Schwächeren werden gnadenlos niedergemetzelt. Die Gesellschaft ist streng hierarchisch und wird von einem grausamen Imperator regiert. Über ihm stehen nur die Götter.

Die Götter von Lortakh kamen laut Legende von einer anderen Welt und brachten ihre treuen Diener mit, die heute die herrschende Kaste bilden. Es sind Götter wie aus einem Horrorfilm, zum Teil insektoid, zum Teil humanoid. Sie nähren sich von Angst, Verzweiflung und Flüssen aus Blut. Da sie Lortakh bereits fast zur Gänze magisch ausgetrunken haben, wollen sie nun nach Thura, denn dort gibt es magisch-leckere Häppchen für Jahrhunderte.

Lange bevor man das Wort Lortakh in den Büchern überhaupt hört, machen die Hauptfiguren bereits die unangenehme Bekanntschaft mit den dortigen Kreaturen, als ein Käfer, so groß wie ein Lkw, als uneingeladener Gast auf Vassilinas Party auftaucht. Es wird nicht die letzte dieser Kreaturen bleiben.

 

9. Der Krieg

Im vorigen Teil habe ich ja schon über die Insektengötter von Lortakh geschrieben. Diese Götter sind im Laufe ihrer Existenz über mehrere Welten hergefallen und haben diese energetisch „ausgetrunken“. Sie ernähren sich von Blut und Schmerz und der Verehrung ihrer Anhänger. Lortakh hat nun seinen Zweck erfüllt und eine neue Welt muss her: Thura.

Um nach Thura zu kommen gehen die Insektengötter raffiniert vor, sie haben schließlich viel Übung mit Invasionen. Als es ihnen nicht gelingt, den Nachkommen Corvins das Geheimnis zu entreißen, wie die Geflügelten nach Lortakh gekommen sind, erschaffen sie mehrere Portale. Durch diese strömen Rieseninsekten und ganze Armeen nach Thura.
Die Portale können nicht geschlossen werden, jedenfalls nicht von den Magiern oder mit Waffen.

Die Kriegshandlungen beginnen, glaube ich, in Band 8 und sind so spannend, dass die Seiten nur so dahinfliegen. Die ganze Zeit rätselt man, wie die Königshäuser aus diesem Schlamassel wieder herauskommen. Der Feind ist in der Überzahl, extrem anpassungsfähig und brutal. Die Verteidiger halten an praktisch keinem Ort lange durch, außer in Darmonshire, wo Luke den Oberbefehl über seine Truppen hat. Luke hat natürlich eine Geheimwaffe, seine Geflügelte-Schlange-Gestalt, aber auch diese ist nicht ohne Schwächen. Trotzdem harrt er aus und hofft auf Hilfe, die ihm nicht gewährt werden kann, weil ja auch die anderen Länder angegriffen werden.

Die Sandlande und Yellowine sind bisher nicht betroffen, weil sich die Portale dort nicht geöffnet haben, aber die Autorin hat Hinweise eingestreut, die darauf hindeuten, dass sich das bald ändern wird.
Wenn man dem Cover des neuen 10. Bandes glauben kann, dann gibt es auf Thura bald keinen Ort mehr, an dem es sicher ist.
Der 8. und der 9. Band sind nur in Verbindung mit Beruhigungstropfen zu empfehlen.

Die Bände 8, 9 und 10

10. Kritik

Mag ich diese Buchreihe? JA! Habe ich was zu Meckern? Aber hallo!

Zum einen muss ich immer die Augen verdrehen, wenn es um die Frauenrollen – genauer gesagt um die Rolle der Frau! – in diesen Büchern geht. Es sind Liebesromane, klar, also für Frauen verfasst, die Romantik lesen wollen. Darüber lässt sich nicht lästern, jede/r Leser/in hat ihren/seinen eigenen Geschmack was Bücher angeht. Trotzdem muss ich hierzu Folgendes loswerden: Auch Frauen, die gerne Romantisches lesen, wollen nicht zwangsläufig alle Ehefrau und Mutter werden. Dass es in Liebesromanen in erster Linie darum geht, den/die Richtige/n zu finden, ok.  Aber um jeden Preis zu heiraten?
Ein großes Thema in den Büchern ist die allgegenwärtige Mutterschaft. Gefühlt jede weibliche Figur in den Büchern wird im Laufe der Geschichte schwanger und wird dadurch „häuslicher“ und „weicher“. Das trifft auf Marina Rudlog, zugegeben, nicht zu 100 % zu, weil ihre Schwangerschaft eine eher schwierige ist und zudem mitten in den Kriegshandlungen entsteht. Bei allen anderen dagegen ist das Mutterwerden/-sein das A und O.
Als ein Beispiel möchte ich Ludgina nennen, die Assistentin des ehemaligen Sicherheitschefs Strelkovskiy. Diese Figur ist von Anfang an sehr sympathisch. Sie sticht aus der Menge der „typisch“ weiblichen Figuren heraus. Sie ist Militärangehörige, eine hartgesottene Soldatin, stammt aus dem Rudlogschen unwirtlichen Norden, kann es kampfmäßig mit jedem Mann aufnehmen, ist durchtrainiert und durch und durch „unweiblich“. Ihre (männlichen) Kollegen lästern über sie, denn Frauen haben einfach nicht so zu sein! Wo kämen wird denn da hin? Aber: Ludgina fühlt sich in ihrer Haut wohl, und das ist großartig. Dann wird sie schwanger. Die Schwangerschaftshormone können eine Menge anrichten, ja… Aus Ludgina wird schlagartig eine andere Person. Sie wird fortan nur noch als häusliche, gemütliche, weiche, für den Mann ihres Lebens keksebackende Frau beschrieben. Und zwar auf eine Weise, die der Leserin klar machen soll, dass so eine Lebensweise die einzig richtige, die einzig erstrebenswerte ist. Pfui, ehrlich gesagt…

Ok, die Bücher sind, wie schon gesagt, in erster Linie Liebesgeschichten. Sei’s drum. Mögen alle Paare ein Happyend erleben, möge es dabei Kerzenschein und Geigenmusik geben und Herzen vom Himmel regnen. Frau kann ja zum Glück weiterblättern, wenn’s zuviel wird.

Der nächste Kritikpunkt ist einer, der die ganze Romantik in den Boden stampft. So etwas gehört weder in einen Liebesroman, noch in sonst ein Buch. Romantisierte sexuelle Gewalt nämlich. Das ist ein Punkt, den ich der Autorin nicht nachsehen kann wie den oberen mit dem Einzig-richtigen-Frausein. Geht. Gar. Nicht.
Dass die Helden in romantischen Büchern den starken Mann markieren und den Bestimmer herauskehren – ok. Kommt vor. Finden viele vielleicht sogar toll.

Was passiert in Königliches Blut?

Luke versucht Marina zu vergewaltigen. Strelkovskiy vergewaltigt Ludgina. Demian Bermont vergewaltigt Paulina. Aber natürlich meinen die Männer das nicht so!!!
Luke Cambrigde-Darmonshire versucht doch bloß, Marina zu provozieren, damit sie zugibt, wer sie wirklich ist.
Igor Strelkovskiy trauert so sehr um seine Königin Irina, dass er sich bis zur Besinnungslosigkeit besäuft. Dass er im Suff seine Assistentin mit der verlorenen Liebe verwechselt, Mensch, das kann doch mal passieren. Außerdem ist Ludgina ihm körperlich überlegen, also hat sie es doch wohl zugelassen, oder? Es sogar gewollt! Sie liebt ihn doch so sehr!
Demian Bermont wird in seiner Hochzeitsnacht mit einem magisch verstärkten Tollwut-Erreger infiziert und fällt über seine Braut Paulina her. Aber er war doch gar nicht er selbst! Da muss man doch Verständnis haben, also wirklich!

Mir kommt gerade Rauch aus den Ohren, während ich das schreibe, so sehr regen mich diese Szenen in Königliches Blut auf. So sehr mir die Reihe auch gefällt, so gerne ich sie auch lese/höre, so sehr ich das Erzähltalent der Autorin Irina Kotova bewundere – diese Abschnitte sind wie Fremdkörper, die permanent vor sich hin stinken.

Das ist aber noch nicht alles.

Ich habe schon in einem der früheren Beiträge geschrieben, wie sehr mir die Figuren Alina und Max gefallen. Ich verfolge ihre sich anbahnende Zuneigung mit großer Spannung. Aber – ja, auch hier gibt es ein Aber – am Ende des 9. Bandes passiert etwas, das sich ebenfalls wie ein Kieselstein im Pudding anfühlt.

Zum einen ist da der Altersunterschied, immerhin 60 Jahre. Alina ist erst 17 und Jungfrau mit gerade erlittenem Trauma (ob ihr es glaubt oder nicht, wieder eine versuchte Vergewaltigung, allerdings nicht durch Max Trott). Sie ist in Trott verliebt, aber es ist keine glühende Leidenschaft im Spiel, eher ein Anhimmeln aus sicherer Entfernung. Wie beide dann zusammenkommen (sollen), ist dann doch kniffelig.

Ja, es ist befremdlich, wenn ein Professor, ein treuer Freund und Beschützer, ein in jeder Hinsicht überlegener – weil lebenserfahrener – Mann, Sex mit einem 17jährigen Mädchen haben will/soll. Es ist in vielen Gesellschaften zu Recht eine verwerfliche, sogar kriminelle Handlung. Das waren Entwicklungen im neunten Buch, die ich nicht akzeptieren wollte und konnte. Erst beim zweiten Durchgang, als bereits wusste, was auf mich zukommt, habe ich mehr auf die Details geachtet, auf die Wege, die die Autorin gewählt hat, um diese Entwicklung für ihre Leser/innen akzeptabler zu gestalten.

Wie in allen anderen Dingen der Buchreihe geht Irina Kotova auch hier sehr raffiniert vor. Sie trennt die zivilisierte Seite (Oberwelt) von der „wilden“ (Unterwelt). In der Welt Thura ändert sich nichts, Alina und Trott werden von keinerlei befremdlichen Gelüsten und Erfahrungen berührt. Nicht nur metaphorisch. Sie schlafen, während ihre dunklen Hälften durch die Wälder von Lortakh wandern. Es sind dieselben Personen – und auch wieder nicht. Der pedantische Professor ist nicht wirklich auf Lortakh, dort gibt es nur den nicht besonders feinfühligen Krieger Okhtor, der die Dinge ganz anders wahrnimmt als der Magier, und perfekt in die urtümliche Welt voller Gewalt passt. Der Bücherwurm Alina mutiert bald zu einer Person, die sie auf Thura nie hätte werden können. Sie wird reifer, kämpferischer, entschlossener, und entfernt sich damit von ursprünglichen Prinzessinnen-Persönlichkeit. Ja, sie entwickelt Gefühle für ihren Begleiter, doch wer sagt, dass diese Gefühle nach ihrer Rückkehr Bestand haben werden?

Die entscheidende Annäherung der beiden geschieht nicht freiwillig. Auch das ist ein Trick der Autorin, der das Ganze vermutlich abschwächen, sprich: dem alten Mann die Verantwortung nehmen soll. Der Todesgott Corvin persönlich wünscht eine Verbindung von Alina und Trott/Okhtor. Wollen sie ihre Welt retten, müssen sie sich fügen und heiraten, ergo Geschlechtsverkehr haben. Befehl von ganz oben, sozusagen. Der Trick zeigte bei mir nur wenig Wirkung. Auch wenn das Paar am Ende des neunten Bandes dann doch nicht den letzten Schritt geht, bekam ich das Gefühl, dass hier etwas falsch läuft, nicht aus dem Kopf. Zu eifrig stürzt der Kontrollfreak Trott sich in die Ehe und zu begeistert ist er von der Idee, die Ehe zu vollziehen. Dass er im letzten Moment einen Rückzieher macht, hat ihn mir auch nicht sympathischer gemacht. Und dass, obwohl er eine meiner liebsten Buchfiguren ist, und dank der Erzählkunst der Autorin man jeden seiner Gedanken, jede Bewegung nachvollziehen und verstehen kann. Trotzdem: Diese Szene in der Höhle werde ich ihm nicht so schnell vergessen.

Zwei Bände lang sah es so aus, als würde ihr Weg an der Quelle des Todesgottes enden. Am Ende des neunten Buches stellt sich jedoch heraus, dass die bisherigen Entbehrungen nicht als ein Vorspiel waren. Die echte Herausforderung steht erst noch bevor. Es wird also doch noch zu gewissen Szenen zwischen der Roten Prinzessin und ihrem Beschützer kommen. Ich weiß, dass die Figuren sich weiterentwickeln, sich weiter annähern werden. Vielleicht wird das Befremdliche dann verschwinden.

Die Cover zeigen: Band 8 (Alina und Max), Band 9 (Vassilina und Marian) und Band 10 (Karolina und Wei in Tigergestalt)

11. Lob

Den Reiz der Buchreihe macht die durchdachte Welt aus. Nicht jede/r Autor/in kann eine fiktive Welt entwickeln, die man ihr/ihm als Leser/in ohne Weiteres abkauft. Irina Kotova kann es. Und wie!
In der phantastischen Buchwelt von Thura stimmt jede Kleinigkeit, wird jedes Detail glaubwürdig dargestellt. Falls man sich durch eine Verkettung seltsamer Umstände auf Thura wiederfinden sollte, würde man zurecht kommen.
Das System der Magie beruht nicht einfach nur auf Abrakadabra (oder Avada Kedavra), sondern wird genau erklärt. Politische Intrigen und Ränkespiele und der Aufbau der Gesellschaft(en) weisen keine Logiklöcher auf, oder zumindest sind mir keine ins Auge gesprungen.
In so einem detaillierten Weltenbau steckt eine Menge Arbeit und dafür verdient Irina Kotova den höchsten Respekt.

Desweiteren sind da die Figuren. Nicht alle, aber einige sind wirklich sehr gut gelungen. Sie sind nicht bloß Pappfiguren, sie entwickeln sich im Laufe der Geschichte. Die Handlungen der Charaktere sind nachvollziehbar, im Guten wie im Bösen.

Der globale Konflikt ist außerordentlich spannend. Hier alle Fäden zusammenzuführen ist echte Schreibkunst.
Bei einer so langen Reihe kann es vorkommen, dass einige Bände spannender sind als andere. Das ist in Königliches Blut kaum der Fall. Was Spannung angeht, ist Kotova ein Phänomen.

Romantiker/innen kommen hier sowieso auf ihre Kosten. Den Liebesromanfans bieten die Bücher buchstäblich alles, was das Herz begehrt.

Fazit: Hoffentlich erscheint die Reihe irgendwann auch in Europa, damit mehr Leser/innen diese phantastische Weltschöpfung kennenlernen können.

 

Und zu guter Letzt:
12. Quo vadis, Königliches Blut?

Ja, wohin geht nun? Wie geht es weiter mit der Reihe, den Helden? Hier meine Vermutungen.

Unschwer erraten lässt sich, dass die Reihe für jede Rudlog-Prinzessin mit „und lebten sie lange und in Liebe“ enden wird. Es sind ja Romantasy-Bücher, also werden am Ende alle Konflikte an allen Liebesfronten geklärt, jede Prinzessin wird einen Stall voll Kinder haben oder zumindest schwanger sein, für jede Frau findet sich ein starker Mann, der Probleme von ihr fernhält und sie beschützt. Tja… Hoffentlich bekommen die Leser/innen von dem ganzen Zuckerguss kein Zahnweh.

Die Götter von Thura werden am Ende wieder vereint sein. Schließlich geht es ja seit Beginn der Geschichte darum, den Totengott Corvin wieder nach Thura zu holen. Der Feuergott Johann wird sich mit ihm versöhnen.
Ich könnte mir vorstellen, dass die Götter sich zum Schluss ganz in ihre Himmelsgemächer zurückziehen und die Menschen sich selbst überlassen. Auch das Gegenteil ist denkbar: dass sie nämlich dafür sorgen, dass ihre sterblichen Nachfahren wieder über mehr Magie verfügen, um jede weitere Invasion aus fremden Welten zu verhindern. Das wäre ein großer Eingriff und würde dem Gebot des Dreieinigen zuwiderhandeln. Wenn die Götter sich für diesen Schritt entscheiden, werden sie für Jahrtausende ruhiggestellt sein, vielleicht sogar ganz vergehen.

Bisher gibt es 10 Bände. Der 10. ist erst vor einigen Tagen bei mir angekommen. Derzeit schreibt Kotova am 11. Band. Sie ist sich allerdings nicht sicher, ob das geplante gewaltige Finale in den elften Band passen wird. Es wird also höchstwahrscheinlich noch einen 12. geben. Wegen der Pandemie und Kinderbetreuung etc. geht es bei der Autorin mit dem Schreiben wesentlich langsamer voran als bei den früheren Bänden. Ich glaube, jeden Fan überläuft es kalt bei dem Gedanken, Irina Kotova könnte plötzlich sagen, dass sie keine Ideen oder Zeit mehr hat und den Schluss nicht mehr fertig schreiben kann. Jetzt ganz schnell dreimal auf Holz klopfen!
Gehen wir also von 12 Bänden aus.
Neben den normalen Ausgaben werden derzeit auch noch Geschenkausgaben gedruckt, im Moment sind es die ersten vier Bände. Diese Sonderausgaben werden in schneller Folge veröffentlicht, also alle paar Monate eine. Wenn Kotova ihr aktuelles langsames Schreibtempo beibehält (ich hoffe, nicht!) werden die Sonderausgaben die normalen bald eingeholt haben.
Lassen wir uns überraschen!

Das war die 12teilige Buchvorstellung eines der gewaltigsten Fantasybuchprojekte, das mir je untergekommen ist.

Die ganze Rezension ist in Teilen zuerst in meinem Telegram-Kanal erschienen, klick.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.